HPV - Humanpapillomvirus


Papillomaviren (HPV), auch Warzenviren genannt, sind in der Medizin schon lange bekannt - sie sind die Verursacher der gutartigen genitalen Warzen und auch von Warzen in anderen Körperregionen

HPV-Typen infizieren den Genitalbereich und verursachen dort Genitalwarzen, die in der Fachsprache als Condylome bezeichne werden. Meist handelt es sich um gutartige Warzen, die wieder spontan verschwinden können und von HPV-Typen hervorgerufen werden, die als sogenannte „low-risk (Niedrigrisiko) HPV-Typen“ bezeichnet werden.

Verursacher genitaler Infektionen mit erhöhtem Krebsrisiko
Man weiß heute, daß es HPV-Typen gibt, die neben anderen Ursachen wie zum Beispiel Rauchen eine Rolle bei der Entstehung von Krebs, besonders Gebärmutterhalskrebs, spielen. Entsprechend nennt man diese Typen „high-risk (Hochrisiko) HPV-Typen“.

Ein auffälliges Ergebnis bei der Vorsorgeuntersuchung ein sogenannter PAP IIID oder PAP III  kann durch einen zusätzlichen HPV-Test bestätigt, oder möglicherweise sogar entkräftet werden. Denn ohne HPV, kein Gebärmutterhalskrebs! Der ergänzende HPV-Test kann also hinsichtlich des weiteren Vorgehens eine wichtige Entscheidungshilfe sein. Bei auffälligem Abstrich wird diese Zusatzuntersuchung aus medizinischen Gründen durchgeführt.

Sie möchten unbedingt, auch ohne Indikation, den HPV-Test durchführen?
Sollten Sie beunruhigt sein, können Sie die HPV-Untersuchung natürlich auch auf eigenen Wunsch durchführen lassen - z.B. wenn Sie länger als ein Jahr wegen einem Auslandsaufenthalt nicht zur Vorsoge kommen können – oder wenn sich ihr Abstrich wieder normalisiert hat und sie sich sicher sein wollen, dass die Infektion auch weg ist.

Dies ist als Igelleistung jederzeit möglich.

Keine Panik bei positivem HPV-Ergebnis!
Ein positives HPV-Ergebnis mit Hochrisikotypen besagt zunächst noch gar nichts! Dies gilt sowohl für solche Fälle, in denen der HPV-Test isoliert, oder auch zur Bestätigung eines auffälligen Pap-Tests im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung zur Krebsfrüherkennung durchgeführt wurde. Der Nachweis von Hochrisiko-HPV-Typen bedeutet nämlich keinesfalls, dass daraus eine Vorstufe oder ein Krebs entsteht, denn nur bei 0,2 bis 1 % (in 2 bis 10 von 1000 Fällen) der Hochrisiko positiven Frauen kommt es tatsächlich zu einem Krebs. Die im Einzelfall erforderliche Vorgehensweise besprechen Sie am besten bei der nächsten Untersuchung.

 

 

Letzte Aktualisierung: 25.9.2012

 

 



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